1. Grundlagen der Druckdifferenz und der unidirektionalen Luftströmung
Im Reinraum ist ein positiver Druck aufrechtzuerhalten, wobei die Luftdruckreihenfolge wie folgt lautet: Reinraum > Pufferraum > Außenverpackung/Allgemeiner Lagerbereich. Ein natürlicher Rückstrom von Außenluft in den Reinraum ist strengstens untersagt.
Die Luftstromrichtung muss festgelegt sein: Reinraum → Pufferraum → Nicht-Reinraum Außenverpackung/Lagerung; eine umgekehrte Luftströmung ist absolut verboten.
Direkte Türverbindungen zwischen den beiden Zonen sind nicht zulässig; es muss ein Übergangsraum mit Pufferzone installiert werden. Direkte Öffnungen bergen die Gefahr, dass Staub, Mikroorganismen, Insekten oder Verpackungsreste durch Druckschwankungen beim Öffnen der Tür eingeschleppt werden.
2. Prinzipien des unidirektionalen Materialflusses und der Trennung von sauberen und verschmutzten Strömen
Materialweg: Äußere Verpackungsmaterialien/Rohstoffe → Äußerer Reinigungsraum → Puffer → Reinzone;
Weg des Fertigprodukts: Reinzone (primär verpacktes Produkt) → Reintransfer/Puffer → Bereich für die äußere Verpackung;
Verboten: Rohstoffe oder Verpackungsmaterialien, an denen noch Umkartons befestigt sind, dürfen nicht direkt in die Reinzone gelangen; saubere Halbfertigprodukte dürfen nicht in allgemeine Lager- oder Umverpackungsbereiche zurückfließen.
Abfallentsorgung: Für die Reinzone muss ein separater Abfallausgang eingerichtet werden, der nicht mit dem Materialeingang im selben Durchgang genutzt werden darf.
3. Grundsätze der strikten Zoneneinteilung und Trennung des Personalflusses
Das Personal darf die Reinraumzone nicht direkt von allgemeinen Lagerbereichen oder Bereichen für die äußere Verpackung betreten.
Personenfluss: Allgemeiner Bereich → Erste Umkleidekabine → Zweite Umkleidekabine → Pufferzone → Reine Zone;
Das willkürliche Bewegen zwischen den Zonen ist verboten; Mitarbeiter der Außenverpackungsabteilung dürfen die Reinraumzone nicht nach Belieben betreten. Jeder notwendige Durchgang erfordert das vollständige Anlegen der Schutzkleidung und die Desinfektion.
4. Prinzipien physischer Barrieren
Für eine vollständige Trennung sind durchgehende, luftdichte Umhüllungen zu verwenden; eine Unterteilung mittels Rollläden, einfacher Trennwände oder Drahtgitter ist nicht zulässig. Sämtliche Wandspalten und Durchführungen für Rohre oder Kabel müssen abgedichtet werden, um das Eindringen von Staub, Insekten oder Luft zu verhindern.
Türen und Fenster müssen luftdicht sein; Türen mit direktem Zugang zwischen Zonen sollten vorzugsweise verriegelt sein, um Druckverluste durch gleichzeitiges Öffnen beider Türen zu vermeiden. 5. Prinzip der Zonensteuerung basierend auf dem Kontaminationsrisiko
Allgemeine Lager- und Außenverpackungsbereiche – gekennzeichnet durch erhebliche Mengen an Kartonstaub, Tintenpartikeln, Schädlingsbefallrisiko und mikrobieller Kontamination durch externe Verpackungsmaterialien – werden als „Bereich mit hoher Kontamination“ bezeichnet.
Reine Zonen werden als „kontrollierte Seite mit geringer Kontamination“ bezeichnet. Alle Isolationsmaßnahmen sind darauf ausgelegt, die Migration von Schadstoffen von der Seite mit hoher Kontamination in die reinen Zonen zu verhindern.
Entwässerungssysteme, Bodenabläufe und Lüftungsöffnungen dürfen nicht zonenübergreifend miteinander verbunden sein; Staubabsaugungs- und Abluftsysteme für äußere Verpackungsbereiche müssen unabhängig sein, und die Abluft darf nicht in Reinzonen zurückgeführt werden.
6. Prinzip der sich nicht überschneidenden Funktionszonen
Die räumliche Anordnung folgt diesen Richtlinien: Reinräume werden zusammen gruppiert, ebenso wie Bereiche für die äußere Verpackung und allgemeine Lagerung. Pufferkorridore dienen als einzige Übergangsschnittstelle.
Bereiche wie Laderampen für Lieferwagen und Arbeitsstationen für die Außenverpackung dürfen nicht unmittelbar neben Frischluftansaugungen an den Außenwänden von Reinräumen liegen.
7. Grundsatz der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften
Die „ Gute Herstellungspraxis für Kosmetika “ schreibt ausdrücklich vor, dass Reinräume wirksam von Bereichen wie Lagerung und Verpackung getrennt werden müssen, um Kreuzkontaminationen zu vermeiden. Die Isolationskonzepte müssen den Standards der Vor-Ort-Inspektion entsprechen und Konstruktionsfehler wie direkte Verbindungen zwischen Zonen ohne dazwischenliegende Pufferzone vermeiden.