Das Kernprinzip beruht auf den stark bakteriziden Eigenschaften von VHP (Vertikal-Hochdruck-Sterilisation) zur Niedertemperatursterilisation. Der Gesamtprozess umfasst mehrere Schlüsselschritte. Zunächst wird die Luftfeuchtigkeit in der Kammer durch Entfeuchtung reduziert, wodurch optimale Bedingungen für die VHP-Sterilisation geschaffen werden. Anschließend erhitzt und verdampft der VHP-Generator eine lebensmitteltaugliche Wasserstoffperoxidlösung. Der entstehende Wasserstoffperoxiddampf wird in die Kammer geleitet und erhöht dort rasch seine Konzentration. Der Dampf tötet Bakterien, Viren, Pilze und Sporen effektiv ab. Nach der Sterilisation reduziert ein System zur Rückstandsentfernung den Restwasserstoffperoxidgehalt in der Kammer auf unter 1 ppm und gewährleistet so die Betriebssicherheit sowie die Sicherheit der nachfolgenden Produkte. Gleichzeitig ist das Gerät mit einer Doppeltürverriegelung ausgestattet, die ein gleichzeitiges Öffnen beider Türen verhindert und somit Kreuzkontaminationen durch Luftkonvektion zwischen verschiedenen Reinräumen ausschließt.
Die Konstruktion der Geräte ist auf Sterilisations- und Reinheitsanforderungen ausgerichtet. Im Inneren kommt vorwiegend Edelstahl 316L zum Einsatz, während außen Edelstahl 304 verwendet wird, um Korrosionsbeständigkeit und einfache Reinigung zu gewährleisten. Zur Standardausstattung gehören ein VHP-spezifischer Generator, HEPA-Filter der Klasse H14, ein Sterilluftsystem, eine elektromagnetische Türverriegelung und ein System zur Entfernung von Sterilisationsrückständen. Einige High-End-Modelle verfügen zudem über eine Siemens-SPS-Steuerung und eine Touchscreen-Benutzeroberfläche für den automatischen und manuellen Betrieb. Sie überwachen Parameter wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Druck, und einige Modelle bieten darüber hinaus Alarmfunktionen.