Die konkreten Vorteile lassen sich in die folgenden fünf Dimensionen kategorisieren:
1. Kurzer Bauzyklus, schnelle Produktion: Traditionelle Reinräume erfordern das Gießen der Wände vor Ort sowie den schichtweisen Ausbau. Die Bauzeit beträgt in der Regel mehrere Monate. Modulare Reinräume hingegen verfügen über Kernkomponenten wie Wandpaneele, Decken, Böden und Reinigungssysteme, die im Werk vorgefertigt werden und lediglich vor Ort montiert werden müssen. Dadurch verkürzt sich die Bauzeit um 50–70 %. Für Unternehmen mit dringenden Aufträgen reduziert dies die Produktionszeit erheblich und ermöglicht es ihnen, Marktchancen zu nutzen.
2. Kontrollierbare Kosten, höhere Kosteneffizienz:
Anfangsinvestition: Die standardisierte Fabrikproduktion reduziert den Arbeits- und Materialaufwand vor Ort, was zu Gesamtkosten führt, die 20-30% niedriger sind als bei herkömmlichen Reinräumen.
Wartung nach der Fertigstellung: Modulare Bauteile lassen sich demontieren und einzeln austauschen, was die Wartungskosten senkt. Zudem ist die Reinigungsanlage vom Hauptgebäude getrennt, wodurch umfangreiche Ausfallzeiten bei Modernisierungen oder Renovierungen entfallen.
3. Flexibel und skalierbar, anpassbar an Produktionskapazitätsänderungen: Die Fläche eines modularen Reinraums lässt sich je nach Produktionskapazitätsbedarf frei kombinieren, erweitern oder verkleinern. Fügt ein Unternehmen beispielsweise eine neue Produktionslinie hinzu, müssen lediglich die entsprechenden Module erworben und direkt montiert werden, ohne dass die gesamte Fabrik umgeplant werden muss. Wird der Produktionsstandort verlegt, können die Module demontiert, zum neuen Standort transportiert und dort wieder aufgebaut werden. Dies führt zu einer hohen Wiederverwendbarkeit und reduzierten langfristigen Betriebskosten.
4. Konstante Reinheit gemäß Industriestandards: Die Wandpaneele und Dichtungen der Module werden im Werk strengen Qualitätskontrollen unterzogen. Der Dichtungsprozess bei der Montage vor Ort ist präziser und vermeidet effektiv die bei herkömmlichen Reinraumkonstruktionen üblichen Luftleckagen. Die Reinheitsanforderungen von ISO 5 (Klasse 100) bis ISO 8 (Klasse 100.000) werden problemlos erfüllt, wodurch die strengen Standards von Branchen wie der Elektronik-, OP- und Biopharmaindustrie erfüllt werden.
5. Hohe Anpassungsfähigkeit, wenige Installationsbeschränkungen: Modulare Reinräume stellen geringe bauliche Anforderungen an bestehende Fabrikgebäude und erfordern keine Beeinträchtigung der Hauptstruktur. Sie eignen sich sowohl für Neubauten als auch für die Sanierung alter Fabrikgebäude. Darüber hinaus lassen sich verschiedene Luftstromführungsformen, wie z. B. vertikale und horizontale Strömung, bedarfsgerecht anpassen und mit Ausrüstung wie Luftduschen, Ladungsduschen und FFUs kombinieren, um die Produktionsprozesse verschiedener Produkte flexibel abzustimmen.
Weitere Vorteile im Außenhandel: Für international tätige Unternehmen lassen sich modulare Reinräume demontieren und verpacken, sind leicht per Seefracht zu transportieren und können an die Branchenstandards verschiedener Länder (z. B. FDA und CE) angepasst werden, um die Anforderungen ausländischer Kunden zu erfüllen. Dies ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil für die Expansion auf dem internationalen Reinraummarkt.