I. Vorläufige Abgrenzung des bestehenden Fabrikgebäudefundaments (Anpassung an die feste Anordnung)
1. Die bestehenden tragenden Säulen, Hauptträger, Dehnungsfugen im Boden, Haupttore, Lüftungskanäle, Sanitäranlagen und vorgesehenen Öffnungen für die Ausrüstung des Fabrikgebäudes werden erfasst und kartiert. Die Träger und Säulen dienen als Positionierungsgrundlage für die Trennwände. Die farbigen Stahlblechtrennwände werden entlang der Säulenkanten und Trägerunterseiten verbunden und befestigt, ohne tiefe Bohrungen in die Tragkonstruktion vorzunehmen.
2. Abgrenzung des Bereichs mit natürlicher Kontamination: Die Außentore, Lastenaufzüge, Lagerräume, Toiletten, Abfalllager und Wartungsbereiche des Fabrikgebäudes werden einheitlich als Kontaminationsbereich ausgewiesen. Der Innenbereich des Fabrikgebäudes, der über bessere Beleuchtung und Belüftung verfügt und frei von Staub- und Ölverunreinigungen ist, wird als Reinraumbereich geplant. Modulare Übergangsmodule verhindern den direkten Kontakt zwischen Rein- und Kontaminationsbereich.
II. Modulares Trennwandsystem aus farbigen Stahlpaneelen (Harte Trennung von Rein- und Kontaminierten Zonen)
Das Gesamtkonzept basiert auf vorgefertigten, farbigen Stahlsandwichpaneelen (feuerfeste Paneele mit Steinwolle-/Magnesiumoxidkern) in Kombination mit Aluminiumprofilen und passenden Oberflächen. Die modularen Einheiten werden vor Ort montiert, sodass Trennwände je nach Bedarf hinzugefügt oder entfernt werden können. Das System ist mit festen Wänden und Trägern in bestehenden Fabrikgebäuden kompatibel, die nicht verändert werden dürfen.
(I) Dreischichtiger modularer Aufbau (Gradueller Übergang von kontaminiert zu sauber, keine Querschnitte)
1. Kontaminierte Zone (Einfaches Gehäusemodul aus farbigem Stahl): Entlang des bestehenden Tors, des Abfallbereichs und des Lagerbereichs für Umverpackungen am Werksgelände werden separate Trennwände aus farbigem Stahl errichtet, die als kontaminierte Zone ausgewiesen sind. Das Modul ist mit einer standardmäßigen luftdichten Tür ausgestattet und dient ausschließlich zum Auspacken von Rohmaterialien, Reinigen von Umverpackungen, zur vorübergehenden Abfalllagerung und zum Ablegen der Schutzkleidung durch das Personal. Eine 50 mm hohe Staubschutzleiste am unteren Rand der Trennwand aus farbigem Stahl verhindert, dass Staub in die Pufferzone gelangt. Ein separates Abluftmodul ist für die kontaminierte Zone vorgesehen, um zu verhindern, dass kontaminierte Luft in den Reinraumbereich zurückströmt.
2. Modularer Pufferübergangskorridor (Trennung von Rein- und Reinraum) Ein einzelner, vorgefertigter Pufferübergang aus Wellblech dient als einziger Verbindungsgang zwischen dem kontaminierten und dem Reinraumbereich. Er bildet eine physische Trennwand, die die beiden Zonen vollständig voneinander abgrenzt, ohne weitere Verbindungstüren. Der Pufferbereich ist in drei Standardmodule unterteilt: ein Umkleidekabinenmodul, ein Luftduschenmodul und ein Durchreichefenstermodul. Alle Module werden vor Ort aus Wellblech montiert.
Personenfluss: Kontaminierter Bereich → Erste Umkleidekabine aus Wellblech (Ablegen der Arbeitskleidung) → Zweite Umkleidekabine (Anziehen der Reinraumkleidung) → Modularer, umzäunter Korridor aus Wellblech für die Luftdusche → Reiner Bereich;
Materialfluss: Kontaminierter Bereich Rohmaterialraum → Modulares Durchreichefenster aus Wellstahl (doppellagig verriegelt) → Reinraum, ohne dass sich Personen im gesamten Bereich kreuzen;
Die Pufferwand besteht aus einer einzigen, nahtlosen, großformatigen Reinraum-Wellstahlplatte. Spalten in Trägern und Stützen sind mit Reinraumdichtstoff abgedichtet, um Kontamination und Luftkonvektion zwischen den Bereichen zu verhindern.
3. Modulare Trennwände in Reinraumbereichen (Unabhängige Reinraumeinheiten): Der gesamte Innenraum der Pufferzone ist mittels farbiger Stahlpaneele in funktionale Reinräume unterteilt, z. B. Misch-, Abfüll-, Inspektions- und Zwischenlagerräume für Fertigprodukte. Alle Reinraumwände und -decken sind einheitlich aus modularen farbigen Stahlpaneelen gefertigt und vollständig vom kontaminierten Bereich isoliert. Es gibt keine gemeinsame Belüftung oder direkten Zugang durch Türen/Fenster. Jeder Reinraumbereich verfügt über ein eigenes FFU-Deckenmodul, luftdichte Reinraumtüren und Reinraum-Sichtfenster. Dadurch entsteht ein Überdruck, der das Eindringen von Luft aus dem kontaminierten Bereich verhindert.
III. Wichtige Punkte für den Aufbau und die Demontage von Trennwänden aus farbigen Stahlpaneelen in festen Grundrissen alter Fabrikgebäude
1. Positionierung modularer Trennwände basierend auf vorhandenen Trägern und Stützen: Vorhandene Werksstützen dienen als Auflagepunkte für die Trennwände aus farbigem Stahlblech. Aluminiumprofilstützen werden an den Betonoberflächen der Stützen angepasst. Die farbigen Stahlbleche werden abschnittsweise an der Unterseite der Träger montiert. Die Oberseite wird mit sauberen Kantenleisten abgedichtet, um den Spalt zwischen Trägern und Wandpaneelen zu verschließen, ohne dass bestehende Bauteile entfernt werden müssen. Wo vorhandene Wände und Fenster vorhanden sind, werden farbige Stahlbleche verwendet, um geschlossene Bereiche entlang der Fensterkanten zu schaffen. Dabei bleiben lediglich die Sichtfenster erhalten, die die ursprünglichen Glasfenster ersetzen.
2. Vollständige physische Trennung von Rein- und Kontaminierten Bereichen, Beseitigung von Sicherheitslücken: Eine durchgehende, geschlossene Trennwand aus massivem Wellblech trennt die Rein- und Kontaminierten Bereiche lückenlos und ohne gemeinsame Türöffnungen. Die vorhandenen Türöffnungen im alten Fabrikgebäude sind vollständig mit einzelnen Wellblechplatten abgedichtet, sodass nur noch ein zulässiger Verbindungspunkt für einen Puffergang verbleibt. Beim Verlegen des Reinraumbodens aus Epoxidharz/PVC werden abgerundete Sockelleisten am unteren Rand der Trennwand angebracht, um unhygienische Ecken zu vermeiden und das Eindringen von Staub auf den Boden zu verhindern.
3. Modulare Trennwände für flexible Aufteilung und Anpassung an unregelmäßige Fabrikräume: Die Wellblechpaneele sind standardisierte Bauelemente. Individuell zugeschnittene Module ermöglichen die Schaffung unabhängiger Räume unterschiedlicher Größe und gleichen so die unregelmäßigen Ecken, Anlagenfundamente und unebenen Trägerkonstruktionen des alten Fabrikgebäudes aus. Bei einer späteren Umstrukturierung der Fabrikanlagen lassen sich die modularen Wellblechpaneele demontieren und wieder zusammensetzen, um Rein- und Kontaminierungsbereiche neu zu definieren. Im Vergleich zu herkömmlichen Trennwänden im Hochbau passen sie sich optimal an die bestehende Struktur des alten Fabrikgebäudes an.
IV. Modulare Unterstützungskomponenten für die Trennung von Rein- und Abwasser (für Wellblechsysteme)
1. Türspezifikationen: Der Abwasserbereich ist mit Standard-Wellblech-Schwingtüren ausgestattet; der Puffer- und der Reinraumbereich verwenden ineinandergreifende, luftdichte Reinraumtüren. Die Türen im Rein- und Abwasserbereich sind nicht austauschbar.
2. Materialtrennung: Modulare, doppelwandige, ineinandergreifende Durchgangsfenster sind in die Wellblechwände voreingestellt und verhindern so den direkten Kontakt zwischen Materialien in Rein- und Abwasserbereichen.
3. Lufttrennung: Modulare Wellblechplatten in der Reinraumdecke sind mit einer FFU-Luftzufuhr (Ventilator-Filter-Einheit) verbunden, während der Abwasserbereich über eine separate mechanische Abluftanlage verfügt. Dadurch entsteht im Reinraum ein Überdruck und im Abwasserbereich ein Unterdruck. Der Luftstrom verläuft unidirektional vom Reinraum zum Abwasserbereich, wodurch Kreuzkontaminationen vermieden werden.
4. Trennung der Rohrleitungen: Wasser-, Strom- und Lüftungsleitungen sind in modularen Kabelrinnen entlang der Oberseite der Trennwände aus Wellblech verborgen. Die Rohrleitungen in den Rein- und Abwasserbereichen sind separat verlegt und verlaufen nicht gemeinsam.
V. Kernvorteile der Sanierung (Geeignet für bestehende Fabrikgebäude + Anforderungen an modulare Reinräume)
1. Es werden keine Änderungen an den tragenden Wänden, Böden oder dem Dach des ursprünglichen Fabrikgebäudes vorgenommen; zum Auf- und Abbau der Räume werden ausschließlich vorgefertigte farbige Stahlpaneele verwendet, was zu einer kurzen Bauzeit und keiner Beschädigung der baulichen Konstruktion führt.
2. Die modulare Bauweise ermöglicht die flexible Demontage und Rekombination von Trennwänden und passt sich so der vorgegebenen Träger- und Stützenanordnung des Fabrikgebäudes an. Zukünftige Kapazitätsanpassungen erlauben eine sekundäre Zonierung.
3. Vollständige physische Trennung zwischen Rein- und Kontaminierten Bereichen mit unidirektionalem Personen- und Materialfluss gemäß Reinraumstandards. Die sauberen Oberflächen der farbigen Stahlpaneele sind leicht zu reinigen und staubabweisend, was den Reinraumproduktionsstandards entspricht.