Die GMP-Abnahme von Anlagen in Lebensmittelbetrieben konzentriert sich auf die Überprüfung der Konformität, Hygiene und Stabilität verschiedener Produktions-, Reinigungs-, Desinfektions- und Testanlagen, um Kontaminationsrisiken in der Produktion zu eliminieren und sicherzustellen, dass der gesamte Lebensmittelproduktionsprozess standardisiert und kontrollierbar ist.
Die Reinraumausrüstung steht im Mittelpunkt der Abnahme. Dazu gehören vor allem Reinraumklimaanlagen, Gebläseeinheiten, Luftduschen und Materialübergabefenster. Bei der Abnahme wird insbesondere geprüft, ob die Filter intakt sind, die Reinraumdruckdifferenzen den Standards entsprechen, die Geräteverriegelungen und Desinfektionsfunktionen einwandfrei funktionieren und die Kalibrierungsaufzeichnungen der Instrumente vollständig sind. So wird ein sauberer Arbeitsbereich gewährleistet und Kreuzkontaminationen werden vermieden.
Anlagen zur Rohstoffvorbehandlung umfassen Wasch-, Zerkleinerungs-, Misch-, Homogenisierungs- und Fördereinrichtungen. Alle Oberflächen, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen, müssen aus lebensmittelechtem Edelstahl 304 oder 316L gefertigt sein, keine schwer zugänglichen Stellen aufweisen, leicht zu demontieren und zu reinigen sein und Materialansammlungen sowie Ölaustritt strengstens untersagen. Zur Vermeidung von Materialverunreinigungen ist lebensmittelechtes Schmieröl zu verwenden.
Die Wärmebehandlungs- und Sterilisationsanlagen stellen einen kritischen Kontrollpunkt dar und umfassen Autoklaven, UHT-/Pasteurisiergeräte, Manteldampfkessel und Backgeräte. Die Abnahmeprüfung konzentriert sich darauf, sicherzustellen, dass die Temperaturregelungs- und Druckaufzeichnungsgeräte intakt sind, die Instrumente innerhalb ihrer Kalibrierungsgültigkeitsdauer liegen und die Aufzeichnungen der Wärmeverteilungs- und Sterilisationsparameter vollständig sind. Dadurch wird ein konformer und effektiver Sterilisationsprozess gewährleistet.
Abfüll-, Dosier- und Verpackungsanlagen beeinflussen die Qualität des Endprodukts unmittelbar. Die Rohrleitungen müssen frei von Blindrohren und Totzonen sein und eine CIP-Reinigung im laufenden Betrieb ermöglichen. Präzises Abfüllen und Dosieren ohne Tropfenbildung sowie dichte Abdichtung sind erforderlich, um einen sauberen und rückverfolgbaren Verpackungsprozess zu gewährleisten.
Das Reinigungs- und Desinfektionssystem besteht im Wesentlichen aus CIP-Reinigungsanlagen, Desinfektionstanks sowie Ozon- und UV-Desinfektionsanlagen. Die Abnahmeprüfung umfasst die Sicherstellung einer vollständigen Abdeckung durch die Reinigungssprays ohne tote Winkel, die Überwachung und Aufzeichnung der Reinigungskonzentrationen, den ordnungsgemäßen Betrieb der Desinfektionsanlagen und die separate Verwendung von Werkzeugen, um Kreuzkontaminationen zu vermeiden.
Kühlhäuser, Schnellgefrieranlagen, Fermentationsanlagen mit konstanter Temperatur und Rohstofflagertanks sowie andere temperaturgeführte Lagereinrichtungen müssen über eine 24-Stunden-Temperaturaufzeichnung verfügen, und die Temperaturfühler müssen regelmäßig kalibriert werden. Die Anlagen müssen gut isoliert und abgedichtet sein, um Kondenswasserbildung zu verhindern. In den Lagertanks dürfen sich keine toten Zonen bilden, in denen sich Material ansammeln kann. Dies gewährleistet die sichere und stabile Lagerung von Rohstoffen und Halbfertigprodukten.
Laborprüfgeräte wie Laminar-Flow-Hauben, Autoklaven, Inkubatoren, Präzisionswaagen und ATP-Analysatoren sind für die Qualitätskontrolle unerlässlich. Die Abnahme setzt voraus, dass alle Mess- und Prüfgeräte über gültige Kalibrierzertifikate verfügen, einwandfrei funktionieren und den täglichen Qualitäts- und mikrobiologischen Prüfanforderungen entsprechen.
Im Abnahmeumfang sind auch öffentliche Versorgungseinrichtungen enthalten, insbesondere Reinstwasseranlagen, ölfreie Druckluftsysteme und Schutzeinrichtungen wie Fliegenbekämpfung, Nagerbekämpfung und explosionsgeschützte Beleuchtung, um umfassend saubere und sichere Produktionsbedingungen in der Werkstatt zu gewährleisten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die GMP-Abnahme von Anlagen einheitlich folgende Anforderungen stellt: konforme Anlagenmaterialien, leicht zu reinigende Konstruktion, sinnvolle Anordnung, Trennung der Bereiche für die Verarbeitung von rohen und gekochten Lebensmitteln sowie vollständige Aufzeichnungen über Wartung, Reinigung und Desinfektion der Anlagen und Validierung, um den sicheren, vorschriftsmäßigen und stabilen Betrieb des gesamten Produktionssystems zu gewährleisten.