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Anbieter schlüsselfertiger Reinraumlösungen und HLK-Systemdienstleistungen

Minimalistische Kernlösung für Laborplanung und -gestaltung

Die Laborplanung und -gestaltung muss vier Kernprinzipien folgen und während des gesamten Bauprozesses umgesetzt werden. Erstens: Die strikte Trennung von Rein- und Kontaminierten Bereichen sowie des Personen- und Personenverkehrs ist unerlässlich. Der Zugang für Personal, der Probentransport und die Entsorgungswege für Abfälle und Flüssigkeiten sind sorgfältig zu planen, um das Risiko von Kreuzkontaminationen auszuschließen. Zweitens: Die Prinzipien der Unterdruckbelüftung und der Sicherheit sind zu beachten. Im Experimentierbereich ist ein leichter Unterdruck zu schaffen, um die unidirektionale Abführung von Abgasen zu gewährleisten und Rückströmungen zu verhindern. Dadurch wird die Sicherheit des Labors erheblich erhöht. Drittens: Eine funktionale Zonierung und Trennung von aktiven und ruhigen Bereichen ist notwendig. Komplexe und potenziell umweltbelastende Vorverarbeitungsbereiche sind vollständig von den anspruchsvollen Bereichen für Präzisionsinstrumententests zu isolieren, um gegenseitige Störungen zu vermeiden. Viertens: Ein flexibles Layout mit Erweiterungsmöglichkeiten ist vorzusehen. Feste Trennwände und vorverlegte Rohrleitungen sind zu vermeiden. Anschlüsse für Wasser, Strom und Belüftung sind vorzusehen, um zukünftige Laborerweiterungen, Geschäftserweiterungen und Projektanpassungen zu ermöglichen.


Die wissenschaftliche Funktionszonierung bildet den Kern der Laborplanung. Standardisierte Labore müssen in vier Funktionsbereiche unterteilt werden, um eine klare Zonierung, eindeutige Aufgabenteilung und standardisierte Arbeitsabläufe zu gewährleisten. Der Reinraumbereich ist mit Überdruck ausgestattet und beherbergt hauptsächlich Büros, Umkleideräume und Dokumentenarchive. Er dient ausschließlich der täglichen Büroarbeit und der Dokumentenarchivierung; die Lagerung von Chemikalien und die Durchführung von Experimenten sind strengstens untersagt. Im Probenvorbereitungsbereich werden zentral Vorbehandlungsprozesse wie die Reinigung von Glaswaren, das Wiegen von Proben, die Reagenzienherstellung und der Probenaufschluss durchgeführt. Dieser Bereich verfügt über ein leistungsstarkes Belüftungssystem und nutzt hochkorrosions- und verschleißfeste Versuchsgeräte, die für hochfrequente und stark korrosive Testumgebungen geeignet sind. Der zentrale Versuchs- und Gerätebereich ist die operative Kerneinheit des Labors. Präzisionsinstrumente sind in separaten Kabinen untergebracht, und spezielle Konstruktionen wie konstante Temperaturregelung, Vibrationsdämpfung und Geräuschreduzierung, stabile Stromversorgung und elektromagnetische Abschirmung gewährleisten genaue und zuverlässige Messdaten. Der Hilfsbereich für gefährliche Abfälle bildet den zentralen Sicherheitsbereich und ist mit Standard-Reagenzschränken, explosionsgeschützten Gasflaschenräumen, Zwischenlagerbereichen für flüssige Abfälle und Anlagen zur Abfallbehandlung ausgestattet. Durch die räumliche Trennung wird ein standardisiertes und sicheres Management von Gefahrstoffen und Versuchsabfällen gewährleistet.


Die standardisierte Auslegung von Kernsystemen wie Wasser, Strom, Belüftung, Klimaanlage und Spezialgasen ist entscheidend für den stabilen und vorschriftsmäßigen Laborbetrieb und gleichzeitig das Kernmodul, das in der Planungsphase am anfälligsten für Fehler ist. Das Belüftungs- und Abluftsystem ist zentral für die Laborsicherheit und muss die Normen strikt einhalten: Die Luftwechselrate sollte in normalen Laboren mindestens 8-mal pro Stunde und in Vorbehandlungs- und organischen Experimentierbereichen mindestens 12-mal pro Stunde betragen. Dabei ist ein stabiler Unterdruck im gesamten Bereich aufrechtzuerhalten, wobei die Luftgeschwindigkeit an der Abzugshaube auf 0,35–0,5 m/s geregelt sein muss. Gleichzeitig müssen organische und saure/alkalische Abgase getrennt und stufenweise gesammelt und behandelt werden, um die Emissionsnormen für große Höhen zu erfüllen und das Risiko von Abgasansammlungen und -leckagen zu eliminieren. Die Klimaanlage mit Temperatur- und Feuchtigkeitsregelung sollte bedarfsgerecht und zonenspezifisch konfiguriert sein, mit einem konstanten Temperaturbereich von 18–26 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 40–70 % in normalen Experimentierbereichen. Präzisionsinstrumentenräume müssen mit unabhängigen Konstanttemperatur- und Feuchtigkeitsanlagen sowie USV-Stromversorgungen ausgestattet sein, um die Auswirkungen von Stromausfällen und Spannungsschwankungen auf die Messgenauigkeit zu vermeiden. Die Wasserversorgung und -entsorgung muss sorgfältig zoniert sein, wobei Instrumente und Geräte über unabhängige Stromversorgungskreise und separate Erdungssysteme verfügen. Es ist ein duales Wasserversorgungssystem für Leitungswasser und Reinstwasser vorzusehen. Abwasser ist getrennt als normales Abwasser, saures/alkalisches Abwasser und organisches Abwasser zu sammeln und zu behandeln. Alle Versuchsbereiche müssen mit Augenduschen und Not-Sprinkleranlagen ausgestattet sein, um im Notfall schnell reagieren zu können. Spezielle Gassysteme werden zentral und sicher verwaltet, Gasflaschen werden in explosionsgeschützten Flaschenräumen gelagert. Brennbare Gase sind mit Leckageüberwachungs-, Notabschalt- und Rückschlagsicherungen ausgestattet, um die Gassicherheitsrisiken umfassend zu minimieren.


Die Materialien für die Laborausstattung müssen anhand der funktionalen Anforderungen des jeweiligen Bereichs ausgewählt werden, wobei Sicherheit, Langlebigkeit und die Anforderungen an die Reinraumpflege in Einklang gebracht werden müssen. Die Bodenbeläge unterscheiden sich: Physikalische und chemische Labore verwenden selbstnivellierende Epoxidharzböden, die korrosionsbeständig und hochbelastbar sind und sich für verschiedene chemische Testverfahren eignen. Biologische Labore und Reinraumlabore verwenden fugenlose PVC-Böden mit abgerundeten Ecken, um schwer zugängliche Stellen bei der Reinigung zu vermeiden und die routinemäßige Desinfektion und Reinigung zu erleichtern. Wände und Decken bestehen einheitlich aus feuerbeständigen, farbbeschichteten Stahlblechen der Klasse A. Diese sind fugenlos, staubdicht, leicht zu reinigen und schwer entflammbar und entsprechen den meisten Laborbaunormen. Laborarbeitsplatten bestehen in der Regel aus Epoxidharz, das beständig gegen hohe Temperaturen sowie starke Säuren und Laugen ist und somit den Anforderungen routinemäßiger experimenteller Arbeiten gerecht wird.


Verschiedene Labortypen haben deutlich unterschiedliche Bauprioritäten, die eine gezielte Optimierung der Entwurfskonzepte auf Basis der experimentellen Anforderungen erfordern. Das physikalisch-chemische Labor legt Wert auf Sicherheit und Kontrolle und konzentriert sich auf die Verstärkung der Belüftungssysteme, den Korrosionsschutz, die Zoneneinteilung für Gefahrstoffe und die Abgasreinigung, um die Sicherheitsanforderungen verschiedener chemischer Experimente und der Probenvorbereitung zu erfüllen. Das Biologie- und PCR-Labor priorisiert die Vermeidung von Kreuzkontaminationen und implementiert strikt abgestufte, unidirektionale Druckdifferenzen, Pufferübergänge und ineinandergreifende, luftdichte Türen. Die Abluftanlage ist mit hocheffizienten HEPA-Filtern ausgestattet, die eine vollständige Trennung von Rein- und Kontaminiertenbereichen sowie einen unidirektionalen Luftstrom gewährleisten und somit den Biosicherheitsrichtlinien entsprechen. Das Präzisionsinstrumentenlabor konzentriert sich auf präzise Umgebungsbedingungen und verwendet spezielle Konstruktionen wie erdbebensichere Fundamente, elektromagnetische Abschirmung, konstante Temperatur und Luftfeuchtigkeit sowie eine unterbrechungsfreie, stabile Stromversorgung. Es wird von Vibrationsquellen wie Lüftern und Geräten ferngehalten, um den hochpräzisen und stabilen Betrieb der Präzisionsinstrumente zu gewährleisten.


Bei der Planung und dem Bau von Laboren ist es entscheidend, sechs typische Konstruktionsfehler zu vermeiden, um eine vorschriftsmäßige Projektdurchführung und einen sicheren Betrieb zu gewährleisten. Erstens dürfen Abzüge nicht direkt gegenüber von Türen, Fenstern oder Lüftungsöffnungen platziert werden, um Luftverwirbelungen und damit verbundene Austritte giftiger Gase zu verhindern. Zweitens dürfen Geräteprüf- und Vorbehandlungsbereiche keine gemeinsamen Abluftkanäle nutzen, um Störungen der Luftströmung und damit verbundene Datenverfälschungen zu vermeiden. Drittens müssen biologische und Reinraumbereiche über separate Pufferräume verfügen, um eine direkte Verbindung und Kreuzkontaminationen zu verhindern. Viertens müssen Lagerbereiche für Reagenzien und Abfallflüssigkeiten mit Auffangwannen ausgestattet sein, um Flüssigkeitslecks zu verhindern, die zu Korrosion an Geräten und Umweltverschmutzung führen können. Fünftens muss die Planung die mittel- und langfristige Entwicklung berücksichtigen und ausreichend Platz für Erweiterungen und Geräteaufstellung vorsehen, um zukünftige Änderungen nicht zu behindern. Sechstens muss die Abluftanlage biologischer Labore mit Hochleistungsfiltern ausgestattet sein; die direkte Einleitung ungereinigter Abgase ist strengstens verboten, um Verstöße gegen Vorschriften und Sicherheitsrisiken zu vermeiden.


Der Bau von Laboren muss einem standardisierten, geschlossenen Prozess folgen, der jede Arbeitsphase schrittweise vorantreibt, um die Projektqualität und die Einhaltung aller Vorschriften sicherzustellen. Der gesamte Bauprozess umfasst folgende Schritte: Bedarfsanalyse und Standortbestimmung, Grundriss- und Verkehrsflussplanung, Planung der Kernsysteme, Innenausbau und Bauarbeiten vor Ort, Installation der Geräte und Inbetriebnahme der Systeme, Prüfung durch Dritte und Abnahme sowie Registrierung und Inbetriebnahme. Die standardisierte Umsetzung des gesamten Prozesses gewährleistet, dass das Labor nach seiner Fertigstellung sicher, systematisch und effizient in Betrieb genommen werden kann.

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