Ort: Vietnam
Projektname: Reinraumtechnikprojekt für Krankenhäuser
Reinheitsklasse: Operationssäle der Klasse 10.000 und Klasse 100 (ISO-Klasse 7 und ISO-Klasse 5).
Wandkonstruktion: Farbstahlpaneele aus Magnesiumoxid (MgO)
Reinraum-Klimaanlage: Zentrale Klimaanlage mit konstanter Temperatur und Luftfeuchtigkeit
Elektrische Ausstattung: Steckdosen, Beleuchtung und Flachbildschirmleuchten für Reinräume.
Reinraum-OPs stellen die am weitesten verbreitete Anwendung der Reinraumtechnologie in Krankenhäusern dar. Es handelt sich um moderne Operationsräume, die Luftreinigungstechnologie – anstelle traditioneller Methoden wie UV-Licht – nutzen, um Kontaminationen während des gesamten Prozesses zu verhindern. Zu den Reinraumeinrichtungen in Krankenhäusern gehören OPs, Kreißsäle, Neonatologie-Intensivstationen (NICU), Intensivstationen (ICU), Verbrennungsstationen, Obduktionsräume, Reinraumlabore, Dialyseeinrichtungen und Probenräume. Die Qualität dieser technischen Anlagen ist direkt und maßgeblich mit der Qualität der medizinischen Versorgung verknüpft. Die Verbesserung der technischen Qualität von Krankenhaus-Reinräumen erfordert daher eine gleichzeitige Berücksichtigung von Planung, Bau und Instandhaltung.
Das vollständige Verständnis des Konstruktionskonzepts sowie die sorgfältige Prüfung der Zeichnungen und die Durchführung technischer Besprechungen sind entscheidende Schritte zur Sicherstellung der Bauqualität. Die Identifizierung und Behebung technischer Herausforderungen, die während der Bauphase schwer zu bewältigen sind, bildet eine solide Grundlage für die Qualitätssicherung. In Reinräumen verwendete Materialien müssen staubfrei, staubabweisend, korrosionsbeständig, feuchtigkeits- und schimmelresistent, leicht zu reinigen und feuerbeständig sein. Holz und Gipskartonplatten dürfen nicht als Oberflächenmaterialien verwendet werden. Auch die Dämmstoffe für die Klimatechnik müssen den jeweiligen nationalen Vorschriften entsprechen und die Anforderungen an Korrosionsbeständigkeit, Staubfreiheit, Staubabweisung und Feuerbeständigkeit erfüllen. Der Reinraumbau umfasst verschiedene Fachbereiche – darunter Innenausbau, Klimatechnik, Elektrotechnik und medizinische Gasanlagen – und erfordert daher von den Bauarbeitern umfassende Kenntnisse der Reinraumbaunormen, -techniken und Qualitätsanforderungen.
Ein zentraler Aspekt der Dichtheitskontrolle im Reinraum ist die Dichtigkeit der Gehäusekonstruktion. So muss beispielsweise Dichtmittel gleichmäßig zwischen den Paneelen aufgetragen werden, um eine luftdichte Abdichtung zu gewährleisten und Luftleckagen zu verhindern. Dichtmittel müssen auch die Spalten zwischen wandmontierten Geräteschränken und der Wand sowie um Steckdosen, Schalter, Rauchmelder, Leuchtengehäuse, medizinische Lichtleisten und Röntgenbildbetrachter an den Wandpaneelen herum abdichten. Darüber hinaus müssen die Verbindungen zwischen den verschiedenen Rohren und Gehäusen innerhalb der Geräteschränke zuverlässig und effektiv abgedichtet werden. Bei der Herstellung von Luftkanälen ist besonderes Augenmerk auf die Reinigung der Anlagen und die Umsetzung von Abdichtungsmaßnahmen zu legen. Hochwertige, verzinkte Stahlbleche sollten verwendet werden, um sicherzustellen, dass die Kanäle eben, glatt, stabil und korrosionsbeständig sind. Schalldämpfende Materialien in Schalldämpfern müssen staubfrei, abriebfest, feuchtigkeitsbeständig und schadstofffrei sein. Lose Füllmaterialien sind verboten, und faserige Materialien müssen Filz sein und mit einer faserundurchlässigen Hülle umschlossen sein. Für medizinische Reinräume müssen selbst kleine flexible Verbindungen doppelwandige oder isolierte flexible Steckverbinder verwenden; alle Verbindungen in modularen Lüftungsanlagen müssen abgedichtet sein, und am Kondensatablaufrohr des Oberflächenkühlers muss ein Wasserabscheider installiert werden, um sicherzustellen, dass das Gerät luftdicht und leckagefrei bleibt.