Funktionsprinzip:
Der Temperatur- und Feuchtigkeitstransmitter besteht aus einem Temperatursensor und einem Feuchtigkeitssensor. Der Temperatursensor nutzt typischerweise das Prinzip von Widerstandsthermometern (RTDs) oder Thermoelementen. Der Widerstand eines RTDs ändert sich mit der Temperatur, während ein Thermoelement bei einer Temperaturänderung ein thermoelektrisches Potenzial erzeugt. Der Temperaturwert wird durch Messung dieser Änderungen ermittelt. Der Feuchtigkeitssensor ist meist kapazitiv oder resistiv. Die Kapazität eines kapazitiven Feuchtigkeitssensors ändert sich mit der Umgebungsfeuchtigkeit, während sich der Widerstand des hygroskopischen Materials in einem resistiven Feuchtigkeitssensor durch die Adsorption von Wassermolekülen ändert. Der Feuchtigkeitswert wird durch Messung dieser Änderungen ermittelt. Das vom Sensor erfasste Signal wird von einem internen Signalverarbeitungsmodul umgewandelt und als standardisiertes elektrisches Signal ausgegeben.
Typen:
Analogausgangstyp: Gibt Standard-Analogsignale wie 4-20 mA und 0-10 V aus und eignet sich für Anwendungen, die eine kontinuierliche Überwachung und einfache Steuerung erfordern.
Digitaler Ausgangstyp: Gibt Signale über digitale Schnittstellen wie RS485 und MODBUS aus und ermöglicht so eine stabile Datenübertragung über größere Entfernungen. Geeignet für komplexe automatisierte Steuerungssysteme oder Fernüberwachungssysteme.
Integrierter Typ: Integriert Temperatur- und Feuchtigkeitssensor und -sender in ein einziges Gerät, was die Installation und Wartung erleichtert und häufig bei kleinen oder beengten Platzverhältnissen zum Einsatz kommt.
Split-Type: Sensor und Transmitter werden separat installiert; geeignet für Standorte, die große Übertragungsdistanzen oder besondere Installationsanforderungen erfordern.
Anwendungsbereiche:
Umgebungsüberwachung: Geeignet für Rechenzentren, Labore, Krankenhäuser, Museen und andere Orte mit strengen Temperatur- und Feuchtigkeitsanforderungen, gewährleistet einen stabilen Gerätebetrieb und zuverlässige experimentelle Daten.
Pharmaindustrie: Echtzeitüberwachung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit während der Lagerung und des Transports von Arzneimitteln zur Sicherstellung der Arzneimittelqualität.
Lebensmittelverarbeitung und Lagerhaltung: Bietet Unterstützung bei der Erfassung von Temperatur- und Feuchtigkeitsdaten für die Lebensmittelkonservierung und -verarbeitung und hilft Unternehmen so, die Lebensmittelsicherheitsstandards einzuhalten.
Industrielle Produktion: Überwacht Temperatur und Luftfeuchtigkeit in der Präzisionsfertigung, der Produktion elektronischer Bauteile usw., um Produktionsstabilität und Produktqualität zu gewährleisten.
Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen: Sie tragen zur Regulierung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit in Gebäuden bei, schaffen ein angenehmes Raumklima und verbessern die Energieeffizienz.
Auswahlkriterien:
Messbereich: Wählen Sie je nach Anwendung einen geeigneten Temperatur- und Feuchtigkeitsmessbereich, um Messgenauigkeit und Zuverlässigkeit zu gewährleisten.
Genauigkeit und Reaktionszeit: Für Anwendungen mit hohen Präzisionsanforderungen, wie z. B. in Laboren und der pharmazeutischen Industrie, sind Genauigkeit und Reaktionszeit von entscheidender Bedeutung.
Übertragungsdistanz: Bei Fernüberwachungssystemen werden digitale Ausgangssender empfohlen, um eine Signaldämpfung zu vermeiden.
Umgebungsbedingungen: Berücksichtigen Sie die Störfestigkeit, den Schutzgrad sowie die Beständigkeit gegen hohe Temperaturen und Korrosion des Senders, um eine Anpassung an verschiedene komplexe industrielle Umgebungen zu gewährleisten.