Standardisierte Installationsverfahren
1. Vorbereitung vor der Installation
Eine sorgfältige Vorbereitung ist entscheidend, um Nacharbeiten zu vermeiden und die Installationsqualität sicherzustellen. Prüfen Sie zunächst alle Bauzeichnungen – inklusive Grundrisse, Versorgungspläne (Wasser/Strom), Abluftpläne und detaillierte Möbelzeichnungen – auf ihre Freigabe durch alle Beteiligten. Führen Sie anschließend eine Vor-Ort-Besichtigung durch, um Maße, Ebenheit des Bodens und Vertikalität der Wände präzise zu messen. Überprüfen Sie die Positionen von Versorgungsanschlüssen, Abflüssen und Lüftungsöffnungen, um die Übereinstimmung mit den vorgesehenen Anschlusspunkten der Möbel zu gewährleisten. Räumen Sie gleichzeitig die Baustelle frei, um einen ungehinderten Zugang zu ermöglichen, halten Sie die Umgebungstemperatur zwischen 12 und 28 °C und die Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 70 % konstant und treffen Sie Schutzmaßnahmen für die fertigen Bauteile, um Beschädigungen durch Staub oder Stöße zu vermeiden. Erstellen Sie abschließend eine Bestandsaufnahme der Möbelteile, Beschläge und speziellen Hilfsmaterialien und überprüfen Sie Modelle und Spezifikationen, um fehlerhafte oder fehlende Installationen auszuschließen.
2. Rahmen- und Gehäusemontage
Beachten Sie das Prinzip „Rahmen vor Schrank, Haupteinheit vor Zubehör“. Beginnen Sie mit der Montage der Stahlrahmen für Labortische und Abzüge. Montieren Sie Stützen und Querträger nacheinander und ziehen Sie die Schrauben diagonal und stufenweise fest, um ein Verziehen des Rahmens zu vermeiden. Positionieren Sie anschließend die Stand- und Wandschränke und richten Sie diese mithilfe von verstellbaren Nivellierfüßen aus. Achten Sie darauf, dass benachbarte Schränke fest ausgerichtet und mit Verbindungsstücken gesichert sind, um eine stabile, integrierte Struktur zu bilden und jegliches Lockern oder Verrutschen zu verhindern.
3. Montage und Verbindung der Arbeitsplatte
Als primäre Arbeitsfläche im Labor sollten Arbeitsplatten idealerweise werkseitig vorgefertigt sein und vor Ort lediglich verbunden und feinjustiert werden müssen. Reinigen Sie die Kontaktflächen auf den Schränken, tragen Sie eine gleichmäßige Schicht speziellen Dämpfungsmaterials auf und positionieren Sie die Arbeitsplatten (z. B. eine massive physikalisch-chemische Platte oder eine Epoxidharzplatte). Verwenden Sie beim Verbinden mehrerer Arbeitsplattenabschnitte einen speziellen, korrosionsbeständigen Laborkleber und fixieren Sie diese mit Klemmen, um gleichmäßige, ebene Fugen ohne Höhenunterschiede, Hohlräume oder Lockerheit zu gewährleisten.
4. Anschlüsse an das Versorgungssystem
Sobald die Hauptschränke und Arbeitsplatten montiert sind, schließen Sie die Versorgungssysteme (Wasser, Strom, Lüftung) an. Schneiden Sie präzise Öffnungen für die Sanitäreinrichtungen wie Spülbecken, Wasserhähne und Abtropfgestelle aus und stellen Sie sicher, dass alle Verbindungen fachgerecht abgedichtet und wasserdicht sind. Installieren Sie elektrische Schaltkreise, Steckdosen und Schalter in Laborqualität und achten Sie dabei auf eine saubere Verkabelung und zuverlässige Erdung. Schließen Sie die Abzüge korrekt an die Abluftkanäle an und kalibrieren Sie die Dichtungen der Lüftungsöffnungen, um Luftleckagen und Querströmungen zu vermeiden und so den ordnungsgemäßen Betrieb des Lüftungssystems zu gewährleisten.
5. Nivellierung, Kalibrierung, Reinigung und Abnahme
Nach Abschluss der Gesamtinstallation führen Sie eine umfassende Präzisionskalibrierung durch: Verwenden Sie verstellbare Nivellierfüße, um die Ausrichtung des Geräts feinjustieren und die Montagefugen gleichmäßig ausrichten. Entfernen Sie anschließend Bauschutt und Klebstoffreste, wischen Sie die Schrankkorpusse und Arbeitsflächen ab und überprüfen Sie die einwandfreie Funktion aller Beschläge (Scharniere, Schubladen und Auszüge). Führen Sie abschließend einen Systemtest und eine Abnahmeprüfung durch – überprüfen Sie dabei die Stabilität, die Systemkompatibilität und die Oberflächenebenheit –, bevor Sie die Installation in Betrieb nehmen.